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Die Entstehungsgeschichte des Stiftsmuseums Mattsee

Der Bau der heutigen Propstei, auch ehemalige Dechantei oder Residenz genannt, wurde von Dechant Salomon Grarock (reg. 1604-1610) begonnen und unter Dechant Johann Sebastian Wisinger (reg. 1680-1713) um den Kapiteltrakt gegen Osten erweitert.

Unter den Dechanten Andreas Heinrich Moser (reg. 1774-1780) und Leopold Wölckl (reg. 1780-1800) konnte der Bau nach Plänen des Salzburger Hofbaumeisters Wolfgang Hagenauer (1765-1790) vollendet werden.

Die insgesamt zwölf großen, repräsentativen Räume, teils mit Stuckdecken und Öfen aus der Rokokozeit ausgestattet, dienten den Mattseer Stiftspröpsten bis zum Tod von Stiftspropst Josef Norbert Unfried im Jahr 1972 als Amtssitz und Wohnung.

Sein Nachfolger, Stiftspropst Karl Gebetsberger, bezog die Räume nicht mehr und gestaltete sie in ein Kulturzentrum um. Zugleich erwog er die Einrichtung eines Stiftsmuseums, um die erlesenen, seit der Barockzeit gesammelten Gemälde, liturgischen Geräte, Paramente und Möbel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der Planung wurde der Salzburger Prälat und Kunsthistoriker Dr. Johannes Neuhardt betraut. Das Stiftsmuseum Mattsee konnte zusammen mit dem Stiftskeller 1977 eröffnet werden.

Heute umfasst das Stiftsmuseum Mattsee außer den erwähnten Sammlungen mehrere Schwerpunkte. Neben den kunsthistorischen Objekten ist die Bibliothek mit über 3200 historischen Büchern, Handschriften und Inkunabeln, eine Astronomische Uhr aus dem Jahr 1704 sowie eine Dokumentation über das Mattseer Exil der Hl. Stefanskrone im Jahr 1945 zu besichtigen. Für zwei wichtige Persönlichkeiten mit Mattseebezug, nämlich Anton Diabelli (1781-1858), Komponist und Musikverleger sowie Dr. Burghard Breitner (1884-1956) Chirurg und „Engel von Sibirien“ wurden eigene Räume gestaltet.

Für die Geschichte des Ortes und des Stiftes Mattsee ist das Museum nunmehr unverzichtbar. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen während des Jahres machen das Museum lebendig.

Kleiner Kapitelsaal © Josef Sturm
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